Das im Jahr 896 von der Gräfin Hildburg gestiftete Kloster hat eine
wechselvolle Geschichte erlebt:
Die Überlieferung berichtet von zahlreichen Bränden und vom Wiederaufbau,
vom Niedergang des Damenstifts und dem Neubeginn als
Augustiner-Mönchs-Kloster, von der Reformation und dem Übergang
zu einer Latein-Schule, vom Ende des klösterlichen Lebens nach dem
Dreißig-jährigen Krieg, den Gefährdungen und Verlusten in der
napoleonischen Zeit, der Nutzung der Kirche als Scheune und der
Wiederingebrauchnahme im Jahre 1836.


Die Geschichte des Klosters ist lang: über 1111 Jahre. Verschiedene
Baustile prägen die gewaltige Klosteranlage, die in Deutschland als
einzigartiges Baudenkmal aus der Zeit des ausgehenden Mittelalters
gilt. Das Kloster ist als doppelgeschossige komplett unterkellerte
Dreiflügelanlage konzipiert. In der hochgotischen Klosterkirche mit
ihren romanischen Türmen aus dem 10. Jahrhundert feiert die
Evangelisch-reformierte Gemeinde Möllenbeck seit dem 17. Jahrhundert
ihre Gottesdienste.
Das Kloster Möllenbeck ist heute Eigentum der Evangelisch-reformierten
Landeskirche. Es wird von der Ortsgemeinde auf vielfältige Weise
genutzt und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Jugendgruppen
und Schulklassen, Künstler und Chöre finden hier ein offenes
Haus.
Ob als Konzertsaal und Ausstellungsraum oder Ort des musikalischen
Festivals, ob als Jugendherberge mit über 100 Betten oder Ort der
Stille und der klösterlichen Abgeschiedenheit: Das Erbe vergangener
Jahrhunderte wird hier angemessen bewahrt und genutzt.